AG SPD 60 plus fordert ein Präventionsgesetz
Der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus fordert ein Präventionsgesetz. Nach zwei Gesetzesvorlagen durch die Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt, im Räderwerk von CDU und CSU zermahlen, sei ein „Präventionsgesetz mit dem sich Milliarden Kosten im Gesundheitswesen sparen lassen, längst überfällig“, so fordert Erika Drecoll auf der Vorstandssitzung
in Kassel von der künftigen Bundesregierung.
Die Aufwertung der Gesundheitsförderung und der Prävention von Krankheiten durch die Schaffung eines Präventionsgesetzes sei gerade für die zunehmend größer werdende ältere Generation von großer Bedeutung. Wenn Wohlbefinden preiswerter ist als krank zu sein, sei es ein „Armutszeugnis „ für die Kanzlerin, wenn sie im Kabinett ein solches Gesetz nicht durchbringe“. So Drecoll.
Gesundheitliche Beratung, Verhütung und Früherkennung von Krankheiten seien neben Behandlung und Rehabilitation Erkrankter wichtige Aufgabenfelder für die Zukunft. Es gehöre inzwischen zum Allgemeinwissen, dass unsere Gesundheit wesentlich von den allgemeinen Lebensbedingungen abhänge: Umwelt, Wohn-, Freizeit und Arbeitsbedingungen, aber auch die allgemeine Hygiene und Ernährung spielen eine große Rolle. Grundpfeiler für ein gesundheitsbewusstes Verhalten sind auch Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.
Deshalb sei Prävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht auf die Solidargemeinschaft der gesetzlich Kranken-versicherten begrenzt sein dürfe und „sie muss als gesamt-gesellschaftlich finanziertes Aufgabenbündel von allen finanziert werden“, so Drecoll. Statt sich später teuer um die Krankheit zu kümmern, sei es viel klüger sich preiswert rechtzeitig um die
Gesundheit zu kümmern.
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